Axel Springer expandiert: Unterberger und Pelinka bringen „Bild“ nach Österreich

Axel Springer-Vorstand Mathias Döpfner sorgte heute für einen Knalleffekt: Er verkündete Expansionspläne mit einem Budget von 25 Millionen Euro, darunter ein noch nicht näher spezifiziertes Newsprojekt in Österreich. Als Chefredakteur wird Andreas Unterberger fungieren, die PR-Agenden übernimmt Nikolaus Pelinka.

Nikolaus Pelinka (links), Mathias Döpfner (Mitte rechts), Andreas Unterberger (ganz rechts außen)

Nikolaus Pelinka (links), Mathias Döpfner (Mitte rechts), Andreas Unterberger (ganz rechts außen)

Berlin (np.at) – Im Zuge eines Verlegergipfels ließ Döpfner die deutschsprachige Medienszene aufhorchen: Star-Blogger und Ex-„Die Presse“-Chefredakteur Andreas Unterberger soll für die Deutsche „Bild“ ein Medienprojekt in Österreich entwickeln.

„Unterberger ist perfekt“

„Mit Andreas Unterberger haben wir ein Pferd im Stall, das gewohnt ist, wider jede Vernunft und ohne Hemmnisse wie Sachlichkeit oder gar Ethos News zu fabrizieren. Er ist wie geschaffen für einen Bild-Ableger in Österreich,“ so Döpfner.

Der kongeniale Partner an Unterbergers Seite, der sich um die Unternehmenskommunikation kümmern wird, ist der erfolgreiche PR-Star Nikolaus Pelinka. „Auch Nikolaus Pelinka hat mehrfach bewiesen, dass er sich nicht nur ausgesprochen leicht manipulieren lässt, sondern erweckt zuweilen überhaupt den Eindruck, komplett ohne Rückgrat durchs Leben zu gehen. Er ist der perfekte Mann für dieses Projekt“, freute sich der Axel Springer-Boss.

„Print oder Online? Wir werden sehen.“

Ob es sich um ein reines Printprodukt, eine Online-Plattform oder eine Kombination aus beiden handeln wird, wurde nicht konkretisiert.

Andreas Unterberger dazu: „Wir werden jetzt einmal mit unserem Team evaluieren, was in Österreich überhaupt möglich ist. Es muss in jedem Fall eine knackige Paywall geben, da nicht einmal mein persönlicher Blog, der ja rein publizistisch betrachtet wirklich alle Stückln spielt, die Leut‘ wirklich zum Zahlen bewegen konnte. Aber wir werden sehen, was sich ergibt. Wir werden jedenfalls dem Fleischhacker und dem Fußi mit ihrem NZZ-Ding sicher nicht kampflos das Feld überlassen.“

Nikolaus Pelinka war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Dem Vernehmen nach weilt er zur Zeit in Stanford, um seine Laura zu besuchen.

(Bild: SPÖ/Thomas Lehmann, Axel Springer, Unterberger, Montage)

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