Spindelegger hielt überraschend „Rede zur Lage der Nation“

Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) hielt heute überraschend anlässlich einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz eine seiner stets beliebten „Reden zur Lage der Nation“. Inhaltlich drehte sich alles um die Hypo Alpe Adria, deren „Anstaltslösung“ Spindelegger neuerlich als „alternativlos“ bezeichnete.

Finanzminister Michael Spindelegger

Finanzminister Michael Spindelegger kurz vor dem Einlauf zur Rede der Nation

(np.at) Wien. Vizekanzler und Finanzminister Michael Spindelegger lud heute überraschend zu einer Pressekonferenz ins Finanzministerium. Entgegen der üblichen Gepflogenheiten gab es keine Angabe des Themas, sondern lediglich den Hinweis, dass es um eine „dringende Angelegenheit größten öffentlichen Interesses“ ginge.

Die anwesenden Journalisten rätselten noch, was Spindelegger „Großes“ vorhaben könnte, nachdem weder Erwin Pröll noch ein anderer namhafter Vertreter der Mehrheitseigentümerin der ÖVP, der Raiffeisen, anwesend war, als Spindelegger feierlichen Schrittes zur Titelmusik von „Fluch der Karibik Teil 2“ einzog und ans Rednerpult trat.

Er eröffnete seine Rede mit den Worten: „Read my lips: No neue Steuern“, gefolgt von einer kurzen Pause, nach der er – sichtlich irritiert vom völligen Ausbleiben des ob der glanzvollen Einleitung eigentlich zu erwartenden tosenden Applauses – direkt zum Höhepunkt der sichtlich minutiös durchkomponierten Ansprache überging.

„Es ist alles sehr kompliziert. Niemand hat die Absicht, eine neue Steuerbelastung zu errichten“, fuhr er sodann fort. „Ich spreche der Hypo Task Force an dieser Stelle mein volles Vertrauen aus. Die Fotführung der Anstaltslösung ist alternativlos. Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen. Schauen Sie, ein paar Milliarden Schulden mehr bereiten mir weniger schlaflose Nächte als ein paar hundert Raiff… pardon … Arbeitslose. “

Spindelegger schloss seine kurze, aber prägnante Rede mit einem beherzten „No Sports!“ und lud zu Kaffee und Kuchen in die Kantine.

(Bild: Österreichisches Ausseministerium)

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