Unfassbare Bluttat: Schönbrunner Mähnenrobbe fraß Fisch, der wenige Tage zuvor noch gelebt hatte

Eine Tragödie unglaublichen Ausmaßes spielte sich im Wiener Tiergarten Schönbrunn ab. Mit nie da gewesener Grausamkeit riss eine der – gerade bei Kindern so beliebten – Mähnenrobben vor den Augen der entsetzten Zoobesucher einem völlig unschuldigen Fisch erst den Kopf ab und verschlang anschließend das ganze Tier in einem Akt blutrünstiger Gewalt.

Mähnenrobbe Sigismund "der Schlächter" vom Rabenforst

Mähnenrobbe Sigismund „der Schlächter“ vom Rabenforst

WIEN (npa) – Die Angehörigen der Direktion des Schönbrunner Tiergartens sind – ebenso wie zahlreiche Besucher – zur Stunde nur bedingt einvernahmefähig. Zu tief haben sich die schockierenden Bilder in die Köpfe aller Zeugen einzementiert. Erst vor wenigen Tagen hatte die grausame Eisbärendame „Lynn“ in einem brutalen Gewaltakt einen Pfau gerissen und dann, so kurz danach, passierte gleich noch eine solch kaltblütige Bluttat.

Die Tragödie nahm ihren Anfang, als Tierpfleger Ludwig F. zur routinemäßigen Fütterung der Mähnenrobben (Otaria byronia) schritt. Wie immer trug er einen Kübel mit Mähnenrobbenfutter bei sich, um dieses mit fröhlich-pointieren Begleitworten an die Tiere zu verteilen.

In dem Moment, als er auf die erste Stufe des Podests steigen wollte, rutschte ihm einer der Fische aus dem Kübel und fiel zu Boden. Dies war der Auslöser einer fürchterlichen und beispiellosen Gewaltorgie.

Das Mähnenrobben-Männchen Sigismund vom Rabenforst sprang urplötzlich empor, packte den Fisch und riss ihm – vor den Augen unschuldiger Kinder! – auf blutrünstigste Weise den Kopf ab. Kurz danach schnappte er sich auch noch den Rest des Fisches und verschlang diesen ebenfalls. Dies sogar noch blutrünstiger, wie geschockte Zeugen berichten.

Trauriges Detail am Rande: Der Fisch, der der grausamen Bestie zum Opfer fiel, sei laut Ermittlungen des Tierschutzverbandes noch wenige Tage vor der unfassbaren Bluttat lebendig gewesen und hätte sich zu diesem Zeitpunkt sogar bester Gesundheit erfreut.

Die zufällig Zeugin der Tragödie gewordene Tierpatin der Mähnenrobben, Elfriede B. (69), ist ebenfalls geschockt, dass ausgerechnet ihr Patentier zu einer solchen Greueltat fähig ist. „Unter diesen Umständen muss ich mir natürlich überlegen, ob ich mit meinem Gewissen vereinbaren kann, ein solch grausliches Viech als Patentier zu haben. Ich denke, ich sollte vielleicht doch auf eine andere Patenschaft umsteigen. Vielleicht ein Erdmännchen. Oder ein Kakadu. Oder von mir aus der fesche Tierpfleger….“

(Bild: Alois Staudacher/flickr.com)

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