ÖVP-Style-Ikone Erwin Rasinger initiiert Plattform „Die Modemutigen“

Mode-Papst Erwin Rasinger (ÖVP), möchte sich nicht länger dem entsetzlichen Anblick von Jeans, offenen Hemdkrägen oder gar ungebügelten Bundfalten ausgesetzt wissen. Er initiierte daher die Plattform „Die Modemutigen“, auf deren Homepage man – natürlich unter Angabe des Klarnamens – Modesünden im Hohen Haus und „gerne auch darüber hinaus“ melden kann.

Erwin Rasinger (ÖVP) mit seinem peinlichen Mode-Faux pas von 2008, der ihn bis heute verfolgt

Erwin Rasinger (ÖVP) mit seinem peinlichen Mode-Faux pas von 2008, der ihn bis heute verfolgt

WIEN (npa) – Erwin Rasinger (61), Arzt, Abgeordneter zum Nationalrat für die Österreichische Volkspartei und ehrenamtlicher Stilberater der Bundesregierung, machte erst vor wenigen Wochen erstmals in seiner politischen Karriere wirklich auf sich aufmerksam, als er scharf – und medienwirksam – die Bekleidungswahl von Julian Schmidt (Die Grünen) und Matthias Strolz (NEOS) kritisierte.

Es sei nach Rasingers Ansicht nicht akzeptabel, dass das Ansehen des Hohen Hauses durch andere Dinge als Boykotte von Untersuchungsausschüssen, Reformverweigerung oder Koalitionsgeplänkel in Mitleidenschaft gezogen wird.

„Es ist unfassbar, mit welch aggressiver Freizügigkeit und beinahe beleidigender Gemütlichkeit oftmals im Hohen Haus erschienen wird. Es kann doch nicht sein, dass in immer wieder denselben Klubs Abgeordnete so einfach ungehemmt legere angezogen sein können und niemand einschreitet. Wir mussten in den vergangenen Monaten vermehrt beobachten, wie einzelne Abgeordnete, die sich nichts zu Schulden kommen gelassen hatten, plötzlich mit Menschen konfrontiert wurden, die Hemden ohne Krawatte oder gar Hoodies trugen. Aus unserer Sicht ist das eindeutig darauf zurückzuführen, dass es in einigen Klubs keinen Zwang zur Nutzung von korrekter Kleidung gibt und somit viele KollegInnen in der vermeintlichen Bekleidungsautonomie über jedes vertretbare Mass an Freizügigkeit hinausgehen.“

Rasinger: „Ja, auch ich wurde bereits zum Opfer!“

Rasinger sei sogar selbst bereits Opfer einer Art „aggresiven Mode-Shitstorms“ geworden, wenn auch sozusagen in umgekehter Richtung: Erst vor wenigen Jahren, konkret im Zuge des Wahlkampfs zur Nationalratswahl 2008, wurde eine Photographie von ihm angefertigt, just als er gerade die Krawatte wechseln wollte und aus diesem Grund für einen kurzen Augenblick mit offenem Hemdkragen in der Öffentlichkeit zu sehen war.

Prompt landete das Bild in Rasingers Wikipedia-Artikel und ist dort seitdem uneingeschränkt für alle Besucher ersichtlich. „Da kann sich ja wohl wirklich Jeder vorstellen, wie ich mich fühle. Richtig nackt, ja geradezu vulgär – und ich kann nichts dagegen tun!“

Mode-Papst Erwin Rasinger (ÖVP): Stets ein Fels in der Brandung modischer Fehlentwicklungen

Mode-Papst Erwin Rasinger (ÖVP): Stets ein Fels in der Brandung modischer Fehlentwicklungen

Aus der Sicht Erwin Rasingers und seiner zur Stunde noch im Seychellen-Urlaub befindlichen Mitstreiter gibt es nur eine einzige Möglichkeit, diesen Umtrieben wirklich nachhaltig entgegenwirken zu können: „Eine klar formulierte und für Alle verbindliche Bekleidungsverpflichtung in sämtlichen öffentlich frei zugänglichen Bereichen.“

„Ich bin der Überzeugung, dass ein öffentlicher Pranger, an den Modesünder und deren Unterstützer gestellt werden können, eine große Hilfe sein kann und die zwingend erforderliche Diskussion zu Bekleidungszwang in der Öffentlichkeit positiv unterstützen wird.“

(Bilder: Parlamentsdirektion/Photo Simonis, Tsui/wikipedia)

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