Küssen: Gefährlicher neuer Trend bei Jugendlichen

Experten aus Medizin und Psychologie alarmieren: Die so genannte „Suavisaviatio“, also das Aufeinanderpressen der leicht geöffneten Lippen und gegenseitige Berührungen der Zungen(!), nimmt bei unseren Jugendlichen besorgniserregende Ausmaße an. Die dabei entstehenden Gefahren sind den aktiven „Küssern“, wie sich die Akteure der Szene selbst bezeichnen, jedoch selten bekannt.

Ein junges Paar bei der perversen Sexualpraktik "Küssen"

Ein junges Paar bei der perversen Sexualpraktik „Küssen“

WIEN (npa) – Das „Küssen“ (in Fachkreisen unter dem wesentlich einprägsameren Begriff „Suavisaviatio“ bekannt) ist ein Trend, von dem sich immer mehr Jugendliche und teils auch Erwachsene mitreissen lassen. Bei dieser extremen Spielart der körperlichen Zusammenkunft werden die leicht geöffneten Lippen der beteiligten Personen (meist zwei, gelegentlich drei, selten auch bis zu 15) aufeinandergepresst und es kommt zu Berührungen der Zungen.

Als besonders abartige Variation dringen Extrem-Küsser mit der Zunge gar in die Mundhöhle der Partnerin oder des Partners ein. Dies wird jedoch selbst innerhalb der Küsser-Szene nahezu ausschließlich gegen vorherige Absprache und Vereinbarung eines so genannten „Safe Words“ praktiziert.

Mittlerweile beschäftigt sich sogar ein eigener wissenschaftlicher Zweig, die Philematologie, mit dem gefährlichen Trend „Sauvisaviatio“. Experten warnen eindringlich vor den teils lebensbedrohlichen Folgen des Küssens: So übertrage diese sexuelle Spielart nahezu sämtliche bekannten Krankheiten, schädige nachhaltig die Zähne und führe nicht selten zu schmerzhaften Verkrampfungen des Musculus genioglossus (Kinn-Zungen-Muskel).

Das Küssen sei zudem besonders in partnerschaftlichen Lebenssituationen äußerst beziehungsgefährdend, da „herkömmliche“ Sexualpraktiken (BDSM, Swinging, etc.) nach wiederholter Ausübung des Küssens langweilig oder belanglos erscheinen könnten. Auch die Philemaphobie, also die krankhafte Angst vor dem „normalen“ Kuss (etwa auf die Hand oder die Wange), kann als Spätfolge nicht ausgeschlossen werden.

Die Experten raten: „Beobachten Sie Ihre Kinder, sprechen Sie mit ihnen und versuchen Sie, positiv auf sie einzuwirken, mit dem Küssen gar nicht erst anzufangen. Eine spätere Entwöhnung gilt als außerordentlich aufwändig und bleibt sehr häufig ohne Erfolg.“

(Bild: KoS/wikipedia)

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