Verteidigungsministerium und Regierung beschließen Ankauf weiterer Eurofighter

Nach den jüngsten Fällen, bei denen die Eurofighter der Österreichischen Luftwaffe aus Budgetgründen am Boden bleiben mussten, sieht sich Verteidigungsminister Gerald Klug in Zugzwang – und kündigt die Anschaffung weiterer Eurofighter, wenn auch einer etwas günstigeren Modellreihe, an.

Neuwertig, aber dennoch günstiger: Die neuen Eurofighter-Modelle des Österreichischen Bundesheeres

Neuwertig, aber dennoch günstiger: Die neuen Eurofighter-Modelle des Österreichischen Bundesheeres

WIEN (npa) – Einsätze der – theoretisch – 15 Eurofighter, die das Österreichische Bundesheer unter teils nebulösen Umständen im Jahre 2002 beschaffte, sind bekanntlich teuer. Treibstoff sowie Wartung sind in der aktuellen budgetären Situation des Verteidigungsministeriums zu teuer, um die Jets überhaupt zum Einsatz bringen zu können.

Selbst im Alarmfalle (Siehe So löste ein Passagierjet Terroralarm in Wien aus) rücken stattdessen die im Betrieb wesentlich günstigeren Saab-105 aus den 1970er Jahren aus.

Doch selbst deser Kostendruck hält Verteidigungsminister Gerald Klug sowie die Bundesregierung nicht davon ab, weitere Eurofighter in Auftrag zu geben. „Leider können wir uns nicht mehr die voll bewaffneten, umfassend ausgestatteten und obendrein bildhübschen Exemplare der Tranche 1 von 2002 leisten, also werden wir leider zu etwas günstigeren Ausführungen greifen müssen“, so Klug in einer Aussendung des Ministeriums.

„Abschreckende Wirkung ähnlich wie bei den bisher angeschafften Eurofightern“

Militärstrategen und Experten gehen davon aus, dass die abschreckende Wirkung mindestens ebenso groß sein dürfte, wie die der bereits „im Einsatz“ befindlichen Eurofighter. Aus der Luft sei auch die Bewaffnung nur extrem schwierig abschätzbar, was zusätzliche Sicherheit bringen soll.

„Wir sind überzeugt, damit eine wesentliche Verbesserung der abschreckenden Wirkung unserer Luftstreitkräfte erzielen zu können“, so Klug. Über den Anschaffungspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Grüne, NEOS und die verbleibenden Hobbypolitiker des ehemaligen „Team“ Stronach zeigen sich in ersten Stellungnahmen empört, während die FPÖ die Pläne der Bundesregierung weitestgehend unterstützt.

(Bild: inflatethemall.com/Montage)

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