Wetterbedingt: Weihnachten und Ostern werden getauscht

Die Katholischen und die Evangelischen Kirchen haben in einer gemeinsamen Konferenz im Rahmen des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) beschlossen, angesichts des milden Wetters das Weihnachtsfest kurzfristig gegen das Osterfest auszutauschen.

ÖRK: "Das Christkind darf keinesfalls zu einem Sommerkind verkommen"

ÖRK: „Das Christkind darf keinesfalls zu einem Sommerkind verkommen“

WIEN (npa) – „Bei frühlingshaften Temperaturen jenseits der +10°C kommt niemand in besinnliche Advent- oder gar Weihnachtsstimmung“, so die Conclusio im Abschlussbericht des Zentralausschusses, also der Vollversammlung des ÖRK. „Der Ökumenische Rat der Kirchen beschließt hiermit offiziell den Tausch des Weihnachtsfestes gegen Ostern. Am 24. Dezember 2014 AD wird somit das Hochfest der Auferstehung des Herrn (Ostern) gefeiert, wohingegen am 05. April 2015 AD das Weihnachtsfest begangen wird.“

Christoph Kardinal Schönborn zeigt sich auf Anfrage durch neuepresse.at erleichtert darüber, dass der ÖKR tatsächlich so eine schnelle Einigung finden konnte. „Sie müssen wiessen, ich selbst bin auch noch nicht in Adventlaune. So ein heißer Punsch bei 15°C kann gar nix. Auch rund um mich erlebe ich wesentlich mehr Frühlingsstimmung als sonst um diese Jahreszeit. Hoffen wir halt, dass es heuer im März noch einmal so richtig ordentlich schneit, sonst haben wir ein kleines Problem“, so Schönborn.

„Ein unerhörter Skandal!“, „…eine unfassbare Schande für die Katholische Kirche“ und ähnliches schreibt hingegen die konservative Nachrichtenplattform kath.net. Sie spricht damit allerdings nicht direkt den „absurden Plan“ (Zitat Kathnet-CR Roland Noé) des ÖKR an, sondern vielmehr den Umstand, dass die Katholische Kirche überhaupt mit den „Häretikern von den protestantischen Sektierern“ spreche.

Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs, bot in einem Schreiben an den ÖKR an, die gesamte Republik mit den in den letzten Jahren angeschafften Schneekanonen mit festlichem Schnee zu versorgen. „Wir wissen sonst eh nicht, wohin mit dem ganzen Zeug, nachdem die verdammten Russen heuer alle ausbleiben“, so Hörl. Im ÖKR konnte dieser Vorschlag jedoch keine Mehrheit finden.

Eine Blitzumfrage durch neuepresse.at ergab, dass die überwiegende Mehrheit der ÖsterreicherInnen keine Probleme mit dem Tausch hat. Während lediglich 12,4% der Bevölkerung trotzdem Weihnachten begehen werden, finden 53,5% den Tausch völlig in Ordnung und freuen sich auf den baldigen Besuch des Osterhasen.

Den verbleibenden 34,1% ist – der Umfrage zufolge – völlig egal, zu welchem Anlass reichlich getrunken, viel gegessen und Unterhaltungselektronik angeschafft werde.

Bild: Jadeilyn/flickr.com

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