Songcontest: Austragungsort in Russland fixiert

Russlands Präsident Vladimir Putin gab am Dienstag grünes Licht für den Eurovision Songcontest. Eine Austragungsstätte für den ESC in Russland ist gefunden, das Budget steht bereit.

Vladimir Putin, Präsident der Russischen Föderation

Vladimir Putin, Präsident der Russischen Föderation

MOSKAU (npa) – Sollte der siegreiche Beitrag zum Eurovision Song Contest in einem der kommenden Jahre wieder aus Russland stammen, gibt es bereits einen potenziellen Austragungsort der großen Show. Vladimir Putin, der ja bereits mit dem Sommerkurort Sotschi die optimale Location für die Olympischen Winterspiele 2014 gefunden hatte, verkündete am Dienstag auf einer Pressekonferenz im Kreml, dass sein Finger auf der Landkarte wieder einen, wie er sagte, „mächtig tollen Platz gefunden“ hätte.

Konkret handle es sich um das idyllische Städtchen Jagodnoje in der Oblast Magadan im Nordosten des Landes. Die Witterungsverhältnisse seien möglicherweise ein wenig frisch, die Unterbringung der Teilnehmer sowie der Besucher könne jedoch im nahe gelegenen ehemaligen Gulag erfolgen und sei somit sichergestellt.

Selbstverständlich müssen vorab eine Konzerthalle, ein Pressezentrum, die eine oder andere Straße und idealerweise auch „eine Art Flughafen“ errichtet werden, aber das Budget von umgerechnet rund 50,8 Milliarden Euro sei selbstverständlich sichergestellt, so Putin. Der ebenfalls anwesende Kulturminister Wladimir Medinski fügte hinzu: „Mit ein wenig Glück kann mit dem Geld sogar elektrischer Strom zur Verfügung gestellt werden. Wie es mit Wasser aussieht, wird zur Zeit noch evaluiert.“

Am Rande der Pressekonferenz wurden auch Vorwürfe gegen Justizminister Alexander Konowalow erhoben. Dieser soll sich besonders aktiv um den Standort bemüht haben. Sinngemäß heißt es aus Insiderkreisen, er wolle die „seltsamen, kranken Perverslinge“ (Anm. d. Red.: ein in russischen Regierungskreisen gerne genutztes Pseudonym für „Homosexuelle“) lediglich an einem Ort zusammenbringen, um die koordinierte Überführung in den nahegelegenen Gulag zu erleichtern. Diese Anschuldigungen wurden jedoch scharf zurückgewiesen.

(Bild: Russian Presidential Press and Information Office)

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