Papst Franziskus: Pensionsantritt noch heuer

Beim heute zu Ende gegangenen Kardinalskonsistorium erregte Papst Franziskus mit der Ankündigung, noch heuer aus dem Pontifikat ausscheiden zu wollen, großes Aufsehen. Er plane zudem, den zuletzt von Papst Johannes Paul II. im Jahre 1983 promulgierten „Codex Iuris Canonici“ überarbeiten zu lassen, der bis dato keine expliziten Pensions- oder gar Abfertigungsregelungen für Alt-Päpste enthält.

Pontifex Maximus Gigantis Totalis Franziskus

Pontifex Maximus Gigantis Totalis Franziskus

Rom (np.at) – Die katholische Kirche hat unter Papst Franziskus ja schon so einiges an Entwicklungsschüben erleiden müssen. Arme Menschen sollen etwa Teil der Gesellschaft sein können, Priester sollen plötzlich „aus den Sakristeien gehen“ und sich gar mit Gläubigen umgeben, hohe kirchliche Würdenträger haben nicht länger Ihr liebgewonnenes sowie gottgegebenes Recht auf Luxus – und neuerdings sollen auch Päpste nicht mehr zwingend aus dem Amt sterben müssen.

So richtig viele von all den vollmundigen Ankündigungen wurden freilich noch nicht realisiert, aber das liegt nach Ansicht von Vatikan-Experten weniger an Franziskus selbst, als vielmehr an den verkrusteten Machtstrukturen innerhalb der Kurie.

„Eine Ankündigung, aktiv und quasi ‚bei lebendigem Leibe‘ aus dem Amt scheiden zu wollen, könnte Franziskus nun den entscheidenden Schub verleihen, einige der von ihm angedachten Reformen frei vom Druck, langfristig den Job behalten zu müssen, auch wirklich durchziehen zu können“, sagt dazu der junge Kardinaldiakon Franz-Maria Werdesohn (69), seines Zeichens langjähriger Vertrauter des Papstes aus seiner Zeit vor dem Pontifikat.

In Rom fragen sich nun bereits einige altgediente Angehörige der Kurie hinter vorgehaltener Hand, was Papst Franziskus vor seinem Abgang noch alles reformieren könnte. Seit dem Amtsantritt des „publikumswirksamsten Papstes seit eigentlich eh immer“, wie er von Camerlengo Tarcisio Bertone liebevoll genannt wird, im Frühjahr 2012 weht ja beinahe eine Art Erneuerungsgeist durch die zunehmend verstaubenden Prunkbauten des Vatikans.

Viele Kardinäle sollen gar befürchten, Franziskus könnte zum Äußersten gehen und Frauen als dem Menschen gleichgestellt betrachten. Konkrete dahingehende Reformschritte wollen sich zwar selbst die größten Pessimisten unter den Kardinälen kaum ausmalen, aber wer kann schon wissen, was diesem stürmischen jungen Argentinier nicht noch alles einfallen könnte, bevor er endlich zu Benedikt XVI ins Ausgedingehaus zieht?

1 Antwort

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