Streit in ÖVP entbrennt: Wirtschaftsbund nimmt ÖVP-NÖ Demokratie-Kunden weg

Seit den vergangenen Wirtschaftskammerwahlen ist innerhalb der ÖVP ein heftiger Konflikt entbrannt. Die ÖVP-Niederösterreich, seit Jahrzehnten erfolgreicher Anbieter von Demokratie-Workshops, sieht sich zunehmend durch den Wirtschaftsbund bedrängt, der den Niederösterreichern prominente Kunden abspenstig machen soll.

Teilnehmer des beliebten Kursmoduls "Umgang mit Kritikern II" des Wirtschaftsbund Kurses "Demokratie JA, aber richtig"

Teilnehmer des beliebten Kursmoduls „Umgang mit Kritikern II“ des Wirtschaftsbund Kurses „Demokratie JA, aber richtig“

ST. PÖLTEN (npa) – Der international anerkannte Demokratie-Experte und VPN-Landesgeschäftsführer Gerhard Karner zeigt sich im Gespräch mit NeuePresse.at empört: „Der Wirtschaftsbund war immer ein geschätzter Kunde unserer Fortbildungsprogramme für zeitgemäße, Niederösterreichische Demokratie. Jetzt spielt er sich selbst als ‚Experte‘ auf und bietet seinerseits Kurse an. Unser Modul ‚Das Modell Pröll: So gemäßigt kann Demokratie sein‘ war stets ein Dauerbrenner, aber aktuell sitzen nur noch der Paul Kagame und der Islom Karimov bei uns im Lehrsaal.“

Laut Karner hätten bereits Usbekistans Islom Karimov, Turkmenistans Gurbanguly Berdymuchammedow, Robert Mugabe aus Simbabwe und Teodoro Obiang Nguema aus Äquatorialguinea zu Demokratie-Fortbildungskursen der neuen Konkurrenz gewechselt.

„Wenn jetzt auch noch unsere beiden Top-Stammkunden Kim Jong-Un und Wladimir Putin bei denen buchen und bei uns stornieren, dann ist das Mass endgültig voll“, so Kursleiter und Landesgeschäftsführer sowie Demokratie-Experte Gerhard Karner.

Die Folgen seien aus jetziger Sicht nicht abschätzbar, so Insider, die naturgemäß nicht namentlich genannt werden möchten, da in ihrer Niederösterreichischen Heimat bekanntlich schwerwiegende Konsequenzen drohen, wenn sie mit anderen Medien als der NÖN sprechen.

(Bild: Chad Hallford/wikipedia)