Legale Parteispende für ÖVP aufgetaucht

Im Zuge einer Prüfung durch den Rechnungshof wurde festgestellt, dass die ÖVP im vergangenen Jahr, kurz vor dem Start der finalen Wahlkampfphase, offenbar eine völlig legale Parteispende erhalten haben dürfte. Die Beamten stehen vor einem Rätsel, Generalsekretär Gernot Blümel kündigt scharfe Maßnahmen an.

ÖVP Generalsekretär Gernot Blümel

ÖVP Generalsekretär Gernot Blümel

Wien (np.at) – „Ich habe für diesen unerhörten Vorgang keine Erklärung. Die interne Revision wird den Fall umgehend prüfen. Sollte sich dieser Verdacht erhärten, werden wir selbstverständlich sofort scharfe Maßnahmen ergreifen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt“, so Blümel in einer ersten Stellungnahme.

Die Unterlagen, die die Spende dokumentieren, wurden an das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung weitergereicht. Dem Vernehmen nach handelt es sich um einen Betrag von 250,00 Euro, die vom Bezirksbauernbundobmann-Stellvertreter in Kufstein, dem Landwirt Franzjosef K. aus Niederau, stammen sollen.

Der Spender: „War keine Absicht“

K. zeigt sich auf Rückfrage durch neuepresse.at schockiert: „Meiner Seel‘, ich konnte ja nicht ahnen, dass meine formlose Überweisung bei der Raika Kufstein ohne Angabe irgendeines Verwendungszweckes plötzlich als legale Parteispende bei den Wienern auftauchen konnte. Das nächste Mal mach‘ ich’s sicher wieder mit irgendeiner dubiosen Rechnung. Bei meiner Ehr‘!“

Klubobmann Reinhold Lopatka verweist in dieser Angelegenheit auf seinen Vorgänger Karlheinz Kopf, in dessen Amtszeit dieses skandalöse Ereignis stattgefunden haben soll. Dieser reagierte gelassen und gab lediglich eine schriftliche Stellungnahme ab: „Ich habe meine Klubobmann-Geschichte zwischen 25. November 2008 und 29. Oktober 2013 geschrieben und habe dazu nichts mehr zu sagen“, so Kopf in seiner Mitteilung. „Jetzt sind andere dran.“

(Bild: ÖVP Online/flickr.com)

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